Mit dem VW Bus – unserem T3 Bulli – an der ligurischen Küste in Italien campen

Cinque Terre in ItalienDieser Artikel ist der letzte von drei Teilen über die Reise von Österreich über Italien und Frankreich nach Spanien.

Unsere Anreise in die Pyrenäen und an die Costa Brava in Spanien hat uns bereits kurz an die Ligurische Küste gebracht, bei der Rückreise wollen wir noch einmal auch etwas südlich den Nationalpark Cinque Terre erfahren. Von Spanien nach Italien wählen wir die Fähre von Barcelona nach Genau. Abfahrt war gegen 13:00 Uhr, um ca 8:00 Uhr tagsdarauf können wir mit dem Bulli aus dem Schiff fahren. Genua sehen wir nur von der Autobahn, wir wollen an die steilen Westküsten Italiens und fahren nicht die Autobahn gen Süden, sondern – soweit möglich – die Küstenstrasse entlang. Die Anreise dauert damit aber auch ein paar Stunden inklusive Pause.

Ligurische Kueste in Italien

Mittagspause für Spaghetti an der ligurische Küste in Italien

Als erstes Ziel mit dem VW Bulli wählten wir Levanto

Wir wissen kaum etwas über den Ort, außer dass er nahe dem Nationalpark Cinque Terre liegt.  Von den fünf Campingplätzen im Ort entscheiden wir uns für Camping Aqua Dolce, ein paar Gehminuten vom Strand entfernt. Und zu unserer Überraschung gibt’s hier auch soviele VW Camper wie sonst kaum auf einem Campingplatz – vom VW T1 bis zum VW T5 war alles vertreten. Der Ort ist sehr nett, hat ein paar alte Gebäude aber nichts Außergewöhnliches. Kein Kulturstress, jetzt ist dolce far niente (süßes Nichtstun) angesagt.

Levanto an der Ligurischen Küste

Levanto an der Ligurischen Kueste

Nur die Kirchenglocken erinnern an die Vergänglichkeit und die Zeit. Alle viertel Stunden wird die Uhrzeit akkustisch mit zwei Glocken verkündet. Tag und Nacht. An Werk- und Sonntagen. Aber irgendwie gewöhnt man sich daran. Wir entscheiden uns am zweiten Tag den Nordosten Italiens zu streichen und den Aufenthalt hier zu verlängern. Levanto soll einer der besten Plätze Italiens zum Surfen sein – vorallem im September und Oktober. Als wir ankommen war der Strand voll mit coolen Jungs und Mädels (oder Junggebliebenen) die im Neoprenanzug auf die perfekte Welle gewartet haben. Selbst Double Over Head sind um diese Jahreszeit zu bekommen. Das Wetter ist sehr gut zum Surfen, für unsere geplante Bootsfahrt zu den fünf Ortschafen in Nationalpark Cinque Terre weniger. Die Fahrt wurde gestrichen – wir kaufen uns ein Zug-Tagesticket für € 16.- und holen uns im Ort noch eine Focaccia für die Zugfahrt.

Vernazza im Cinque Terre in Italien

Vernazza im Nationalpark Cinque Terre in Italien

Mit dem Zug nach Cinque Terre und zu Fuß zurück richtung Campingplatz

Mit dem Zug fahren wir nach Manarola, einen Großteil der Strecke fährt man im Tunnel und man bekommt nur wenig von der Landschaft mit. Als wir in Manarola sind regnet es – wir investieren in einen Regenüberwurf und fahren nach ca einer Stunde mit dem Zug weiter nach Vernazza. Hier hört es auf zu regnen, die Tasche für den Regenüberwurf bricht beim ersten Versuch ihn wieder zu verpacken – keine Investition für die Zukunft …

Das Wetter wird besser und wir entscheiden uns den Wanderweg entlang der Steilküste nach Monterosso al Mare zu gehen. Während der gesamten 3km langen Strecke mit fantastischem Ausblick begegnen wir rund vier, fünf Leute.

Steilküste in Cinque Terre in Italien

Wanderweg an der Steilküste in Cinque Terre in Italien

Der Weg führt durch Weingärten und Terassen derren Trockenmauern mühsam über Generationen gebaut wurden. Nach rund eineinhalb Stunden kommen wir in Monterosso an und sehen hier, dass der Weg eigentlich gesperrt war, daher so wenige Leute. Die letzte Strecke zurück nach Levanto nehmen wir wieder den Zug. Dort werden die Wellen noch augsenützt, denn für den folgenden Tag ist wieder ruhige See und Badewetter angesagt.

Levanto, one of the best spot for surfing in Italy

Levanto, one of the best spots for surfing in Italy

Unser letzter Tag bevor es dann an einem Tag von Levanto zurück nach Graz geht. Wir haben gelesen dass man hier auch Rohfisch essen kann und reservieren uns im Ristorante da Rino eine Tisch – ein leckerer Abschluss für den letzten Abend.

Zusammenfassung der Reise in Zahlen (Was kosten 3 Wochen mit dem Bulli):

  • Übernachten: €404.-
  • Benzin, Maut und Fähre: €998.-

Kosten für das Übernachten:

von Ort Name Preis
2.-3. Finale Ligure [I] Stellplatz 11,6.-
3.-5. Canet en Roussillon [F] Bosquet 32.-
5.6. Burg Peyrepertuse [F]  kostenlos
6.-7.  Canet en Roussillon [F] Belle Vue 18,44.-
7.-8. Cadi Schlucht [F]  kostenlos
8.-10. Gósol [E]  Cadi Vacances  72.-
10.-11. Baselú [E] Camping Baselu  24,4
11.-13. Cadeques [E]  Camping Cadaqués 61,38.-
13.-16. Platja d´Aro [E] Vall d’Or 78,42.-
17.-20.  Levanto [I] Camping Dolce Aqua  106,5.-
 Insgesamt  € 404,74.-

Gefahrene Kilometer, Spritverbrauch, Fähre und Maut:

  • Fähre von Barcelona nach Genau (2er Außenkabine + VW Camper Van): € 340.-
  • 3.284km gefahren, 389,4 Liter Benzin (11,8L/100km): € 538,63.-
  • Maut Italien & Spanien bei Anreise: € 120.-

Interaktive Karte mit OpenStreetMap:

 

Veröffentlicht in Italien, Reisebericht, VW T3 Bus Getagged mit: , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*